Betreuung großes Kind

Hallo,
ich stehe kurz vor der Entbindung unseres 2. Babys (bin in der 39. SSW) und mache mir wahnsinnige Sorgen und Vorwürfe wegen meines Großen. Die Betreuungssituation ist unklar und ich habe das Problem, dass es bei mir sehr schnell gehen muss. Die erste Geburt dauerte nur 3 Stunden. Wenn es losgeht, muss ich sofort los. Der Plan ist, falls der Große nicht in der Kita ist, dass die Oma kommt. Mein Großer ist es aber absolut nicht gewöhnt, von Oma ins Bett gebracht zu werden oder mit ihr aufzuwachen. Abgesehen davon muss Oma auch arbeiten..
Realistisch denke ich daher eher, dass ich mir einen RTW / Taxi (je nach Möglichkeit) rufe und Papa beim Großen lasse. Davor habe ich aber auch Angst.

Ich will auf keinen Fall, dass sich mein Großer unwohl fühlt und diese Gedanken hemmen mich gerade total. Ich habe auch starke Angst, dass ich lange im KH bleiben muss und von meinem 1. Kind getrennt bin. Daher sitze ich seit Tagen nur rum, damit es nicht losgeht, und werde dabei meiner Rolle als Mama auch nicht gerecht.

Kann das jemand nachempfinden und mir gut zureden?

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Ich persönlich finde es nicht richtig Rettungsmittel, die nun mal nur begrenzt zur Verfügung stehen, zu binden, weil man die Betreuung seines großen Kindes nicht richtig geplant hat.

Kann Oma nicht Urlaub nehmen, bzw. hätte sie nicht schon längst Urlaub einreichen können? Könnt ihr noch üben mit Oma (wenn ihr das aufpassen auch wichtig ist, kann sie ja mal wach bleiben und üben mit ihr)?
Könnt ihr den Großen nicht mitnehmen? Dann kann dein Partner dich hinfahren und fährt halt wieder mit dem Kind nach Hause (bei der Situation mit dem RTW wäre er ja scheinbar auch nicht dabei).
Hast du Freunde, die dich fahren können? Taxis lehnen das ja gerne ab leider.

Und zu deiner Angst: du bist bald zweifache Mutter, da müssen die Kinder immer mal Abstriche machen, du wirst nicht mehr 100% alle Bedürfnisse sofort erfüllen können. Du wirst es aber so gut du kannst machen und deine beiden Kinder lieben dich, egal, was kommt.

Also versuche dich erst mal auf den neuen Erdenbürger zu konzentrieren, dein Großer wird dich nicht weniger lieben, weil du mal ein paar Tage nicht Teil seines Lebens bist. Er muss sich ja nicht alleine durchschlagen, sondern ist trotzdem umgeben von Menschen, die ihn lieben!

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Ich bin auch nicht scharf darauf, mir einen RTW zu rufen. Aus medizinischen Gründen muss ich aber schnell ins Krankenhaus kommen, wenn es losgeht. Und wenn kein Taxi zur Verfügung steht, geht es dann nicht anders. Meine Freunde wohnen zu weit weg.

Die Oma kann sich ja keine 4 Wochen Urlaub nehmen. Und wir haben keine Ahnung, wann es losgeht.

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Dann kann dein Mann dich ja mit dem Großen hinfahren, wenn alles andere scheinbar für dich keine Option ist. Ist zwar schade, dass du dann alleine da durch musst, aber leider wohl unvermeidlich dann.

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Oh, ich kann das sooo sehr nachempfinden! Besonders das schlechte Gewissen dem großen Kind gegenüber, dass es „leiden“ könnte, während man sich bei der Geburt ja eigentlich um das hier und jetzt konzentrieren muss.

Unsere Geburt wird ein geplanter Kaiserschnitt. Wir werden also genau wissen, wann wir Betreuung brauchen. Trotzdem überlege ich hin und her, wie es für meine Tochter am einfachsten wäre. Hinzukommt, dass ich leider ziemlich heftige irrationale Ängste haben und Sorge, dass ich meiner Tochter etwas passiert während ich gelähmt auf dem OP-Tisch liege…

Du siehst, ich habe leider keinen tollen Ratschlag für dich. Es ist aber gut zu wissen, dass ich nicht alleine mit diesen Gedanken bin.

Kann deine Mama vielleicht mit ihrer Arbeitsstelle die Situation besprechen und spontan frei bekommen? Das gleiche hatte ich nämlich mal mit einer Mitarbeiterin, die Oma wurde und ich habe ihr dann in der Zeit die Möglichkeit eingeräumt, mich jederzeit zu informieren, wenn sie am nächsten Tag nicht kommt um ihren großen Enkel zu betreuen. Es gibt so nette Chefinnen :-)

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Mir geht es genauso wie dir! Ich habe auch wahnsinnige Angst, was ist, wenn ich unter der Geburt bin und mich nicht kümmern kann. Das ist furchtbar!

Das Problem bei Oma ist, dass sie in einem Hotel arbeitet im Frühstücksservice und da teilweise allein ist. Dann kann sie nicht weg…

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Warum wurde das nicht geübt? Also, die zu Bett geh Situation? Ist zwar jetzt sehr knapp, aber ich würde die Oma dazu holen, damit sie zumindest die Abläufe und Rituale kennt und zwei, dreimal dabei war, damit es nicht komplett neu ist.

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Weil Oma um die Uhrzeit meistens schon selbst schläft.

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Wie alt ist der Große?

Mein Kind war 22 Monate als Kind 2 kam.
Mein Kind kannte auch keine Betreuung oder ins Bett bringen von anderen. Die Omas wohnen 4 Std entfernt.
Ich fing ab Sonntag an herumzuwehen. Am Mittwoch beim Abendessen habe ich gemerkt, dass es doch Mal endlich losgeht 😂
Mein Mann und ich sind nach dem Abendessen ins Krankenhaus. Meine Mutter musste dann spontan Kind 1 ins Bett bringen. Haben beide super gemacht und am nächsten Morgen hat mein Mann ihn geweckt und zur Tagesmutter gebracht.

Kinder spüren es, wenn es wichtig ist und kommen mit mehr klar als wir ihnen zutrauen. Die Oma hat doch Erfahrungen durch ihre eigenen Kindern und wenn es am Abend Pommes und Fernsehen gibt. Es ist doch nur eine Ausnahme. Es wird schon alles gut gehen 😊

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Plan war: geplanter KS und Kind in Kita, obwohl der fast 3 Wochen vor ET angesetzt war, gings von alleine los. Ich also alleine mit Taxi ins Krankenhaus, papa bei der großen und beide kamen dann nach der Geburt ins Krankenhaus

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So ist auch der Plan bei uns, wird der 3. KS

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Ging hier nicht auf: kind kam früher. Also alleine mit Taxi ins Krankenhaus, Papa bei großen Kind geblieben und alleine bei KS

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Als bei uns die Geburt von Nr. 2 näher kam, machte ich mir auch total Sorgen um Nr. 1 und malte mir jedes mögliche Szenario aus.

Und dann kam es doch ganz anders 😄

Rückblickend habe ich mir viel zu viele Sorgen gemacht. Die Große war zuhause gut vom Papa betreut (musste wegen Schwangerschaftsvergiftung am Fr ins KH, Baby kam Mo nacht).

Der Papa hätte auch fast die Geburt verpasst. Ich habe ihn erst sehr spät informiert, weil wir schon mehrere Fehlalarme hatten.
Weil wir aber schon mehrere Fehlalarme hatten, ließ sich der Papa ordentlich Zeit 😂

Da es mitten in der Nacht war, bekam die Große gar nicht mit, dass der Papa weg war und morgens als sie aufwachte war er wieder da. Sie haben dann noch gefrühstückt und sind zu mir und dem Baby ins KH gefahren.

Und ich fand die Zeit alleine mit den Wehen sehr angenehm. Ich war zu 100% bei mir und das hat mir sehr gut getan.

Ich wünsche dir alles Gute 🤗💐

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P. S. Weil das beim Durchlesen jetzt komisch klingt - die Große war natürlich nicht alleine zuhause 🙈

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Hi,

gibt es keine Freundin die noch in Elternzeit ist oder Nachbarn? Tante oder Onkel von dir oder deinem, die vielleicht schon in Rente sind?
Es würde ja schon reichen, wenn sie den Zeitraum der Geburt überbrücken.
Im Notfall wird die Große es schon überleben, mal eine Nacht ohne Mutter und Vater zu sein.

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Ich habe vor 2 Wochen entbunden, unsere Große ist 3,5. Sie hat auch noch nie woanders geschlafen und kennt es nicht, dass Oma ds ist, wenn sie aufwacht (wohnt unter uns).

Was soll ich sagen, nachts fing es an und sie schlief zum Glück. Oma wurde morgens freudestrahlend begrüßt, alles easy und kein Problem. Nachmittags waren wir mit baby wieder da und wurden nicht wirklich vermisst 🙈 hatte mir auch sooo Sorgen gemacht, alles unnötig. Würde es daher einfach machen an deiner Stelle.

Also nur, wenn die Oma schnell genug ist. Meine erste Geburt dauerte ebenfalls 3 Stunden und die zweite knapp 1,5 h. 30 min Fahrt zum KH, ich war nur 30 min im Kreißsaal, bis die Maus da war 😅 ich kann dir also nur raten, dich echt zu beeilen.

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In außergewöhnlichen Situation sind Kleinkinder meist außergewöhnlich souverän :)

Bin grad in SSW 39.. wir haben theoretisch 2x Oma..
Wobei die eine gerade selber operiert wurde, die andere weiter weg wohnt..
Also nachts müsste wohl der Opa ran?

Na wie auch immer ;) ich hab meinem großen Zwerg eine Tasche gepackt, mit Brief 😅 er ist es auch nicht wirklich gewohnt bei Oma/Opa zu schlafen
Aber sie werden das super machen, da hab ich ehrlich gesagt keine Sorge.
Damit Oma etwas mehr über die „normalen Routinen“ Bescheid weiß - gibts den Brief ;)
Wobei da natürlich alles anders ist.

Sie sollen/können/ dürfen so machen wie sie wollen. Und wenn das Kind, weil doch nix so klappt wie gedacht, beim Fernsehen einschläft soll’s mir auch Recht sein 😬

Dass Mama ins Kh muss, ich aber nicht weiß wann das Baby denn zur Welt kommen mag.. er dann zu einer Oma darf etc. Haben wir mehrmals besprochen. Auch dass Mama etwas bleiben muss, aber Papa und Großeltern für ihn da sind.
Es ist der erste Schritt in eine für ihn neues Leben, als großer Bruder (statt Einzelkind), und er wird das super meistern :)

Ps: auch wenn ich mir keine Gedanken mache, stehe ich jede Nacht vor deiner Tür, schaue ihm beim Schlafen zu und hab irgendwo „Mitleid“ mit ihm. Er muss schon jetzt (wegen der Riesenkugel) so viel zurückstecken und in wenigen Tagen wird er nicht mehr -mein Baby- sein 🥹